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Startseite | Fragen und Antworten | Wie funktionieren Geomagnetik, Geolektrik und Bodenradar?

Alles nur "High-tech-Wünschelruten"?

Ein klares "Nein", denn die Verfahren beruhen auf physikalischen Grundlagen und die Ergebnisse sind - im Gegensatz zu den pseudowissenschaftlichen Methoden der so genannten Geomanten, Radiästheten u.s.w. -

  • objektiv,
  • verlässlich,
  • überprüfbar und
  • reproduzierbar.

Je nach Prospektionsziel und Fragestellung stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, die einzeln eingesetzt oder auch kombiniert werden können.

Bei Messungen mit dem Magnetometer (Geomagnetik) werden selbst minimale Abweichungen (Anomalien) des oberflächlich messbaren Erdmagnetfeldes gemessen, die durch im Untergrund eingebettete Objekte und Bodeneingriffe hervorgerufen werden. Mit dem von uns eingesetzten 4-Kanal-Gerät, einem Fluxgate-Magnetometer ("Förster-Sonde") ist ein hoher Untersuchungsfortschritt von mehreren Hektar pro Tag möglich. Aufgrund des breiten Anwendungsspektrums und der vergleichsweise niedrigen Kosten werden Magnetometer-Prospektionen häufig als "Standard"-Verfahren eingesetzt, um weitere (auch geophysikalische) Untersuchungen zu planen.

Bei der Geolektrik macht man sich die unterschiedlichen Leitfähigkeiten des Untergrundes zunutze. Im Rahmen der Messungen wird Strom an einer Stelle in den Untergrund eingeleitet und die scheinbaren Widerstände im Boden gemessen. Steine können z.B. grundsätzlich als sehr schlechte Leiter gelten - für die Suche nach unterirdischen Mauerresten sind geoelektrische Untersuchungen daher Messungen mit dem Magnetometer häufig überlegen.

Beim Boden- oder Georadar (GPR) werden - wie auch beim "normalen" Radar - elektromagnetische Wellen ausgesandt und deren Reflektionen gemessen. Der Unterschied besteht darin, dass die Wellen hier in den Untergrund eingeleitet werden. An Stellen, an denen sich die physikalischen Eigenschaften des Untergrundes ändern (z.B. an Schichtgrenzen, Mauern oder bei Hohlräumen), werden diese zum Teil reflektiert. Vorteil dieser Messungen ist, dass sich aus den Laufzeiten der Wellen relativ verlässliche Aussagen zur Tiefe der Reflektoren treffen lassen und sich auch versiegelte Flächen unaufwändig untersuchen lassen.

 

 

Übrigens...

Ermittlung des kf-Wertes

Durch Versuche mit dem Doppelring-Infiltrometer nach DIN 19682-7 lässt sich die oberflächennahe Versickerungsleistung von Böden schnell, unaufwändig und kostengünstig ermitteln.